HÖLLE SAULHEIM

Die Hölle ist ein aufsteigender Südhang zwischen zwei Hügelketten im Westen Saulheims. Die Rebstöcke wachsen auf einer Höhe von 150m bis 230m über NN. Die Lage erwärmt sich äußerst schnell und ist durch ihr windgeschütztes Talklima geprägt. Der Boden der Saulheimer Paradelage Hölle mit seiner hohen Konzentration an Ablagerungen des tertiären "Rheinhessischen Urmeers" bestimmt den mineralischen Charakter seiner Weine. Die fruchtbare Lössauflage (angewehtes gemahlenes Gesteinsmehl), aus der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren, ist durch Erosion komplett abgeschwemmt. Kalkiger Lehm, Kalkmergel mit Eisenoxiden, Kalkschotter und Meeressand liegen frei und sind Zeuge der zwei langandauernden Meeresbildungen, dem Oligozänmeer (vor 38 - 25 Mio. Jahren) und dem Miozänmeer (vor 25 – 12 Mio. Jahren). Durch das besondere Mikroklima und dem kargen Lehm-Kalksteinboden sind die Riesling- und Spätburgunderweine Jahr für Jahr sehr facettenreich. Zudem zeigen sie sich opulent jedoch mit präziser Säure ausgestattet und enormer Mineralität vom Kalksteinboden.